Chronik

des Grenadierzuges "Hemmerder Boschte" gegr. 1979

Als einer der Grundlagen der Zuggründung ist die damals äußerst erfolgreiche B-Jugend und spätere A-Jugend-Mannschaft des SV Hemmerden zu betrachten, der einen großer Teil der Zugmitglieder angehörten. Hinzu kamen noch andere Gleichaltrige. Da man sich insbesondere an den Wochenenden zu gemeinsamen Aktivitäten traf und das Schützenwesen im Dorfleben von Hemmerden einen sehr hohen Stellenwert einnimmt, fasste man den Entschluss einen neuen Schützenzug zu gründen.

 

Im Spätsommer 1979 wurde der Zug in Hemmerden auf dem Hof des Hauses der Familie Schmitz,  Landstr. 78, von 14 Jugendlichen aus Hemmerden gegründet.

 

Aufgrund der Verbundenheit zur Heimat wurde als Zugname "Hemmerder Boschte" gewählt.

 

Zum Hauptmann wurde Frank Birbaum gewählt, der dieses Amt bis heute ununterbrochen ausübt.

 

Wäre es nach dem Willen eines damaligen Gönners gegangen, dann wären die "Hemmerder Boschte" Sappeure geworden. Die entsprechenden Uniformen und das sonstige Zubehör wären dann komplett von dem Gönner bezahlt worden.

Man entschied sich aber die Offerte abzulehnen und als Grenadiere aufzutreten. Als Uniform wählte man einen hellblauen Uniformrock, weiße Hose, weißes Hemd, blaue Krawatte und Schirmkappe.

 

Am 13. Mai 1980 kam - für alle unfassbar - unser damaliger Oberleutnant Heinz Schmitz durch einen tragischen Verkehrsunfall ums Leben. Wir werden "Heinzi" nie vergessen und ihm ein ehrendes Gedenken bewahren.

 

Die erste Teilnahme am Schützenfest erfolgte 1980.

 

Bereits 1984 konnte die eigene Fahne angeschafft werden.

 

Der bisherige Höhepunkt der Zuggeschichte war die Regentschaft von Frank und Anke Birbaum über das Bruderschaftsregiment 1987/1988. Zu allen Anlässen wurde das Königspaar von den Zugmitgliedern mit großer Begeisterung begleitet und so wird dieses Jahr allen Beteiligten unvergessen bleiben.

 

Der erste Zugausflug fand im jahr 1985 statt und führte uns nach Bad Hönningen. Selbstverständlich folgte eine Vielzahl weiterer Ausflüge, insbesondere nach Heimbach wo es legendäre Aufenthalte auf "unserem Campingplatz" gab.

 

Am 13. und 14. September 1997 fand der erste Ausflug mit Damen statt, der uns nach Brüssel und Antwerpen führte.

 

Die besondere Beziehung der "Hemmerder Boschte" zum Fußball wurde bereits erwähnt. Im Jahr 1987 richteten die "Scheibenschützen" erstmals in Hemmerden ein Fußballturnier der Schützenzüge aus, dass traditionell auf Christi Himmelfahrt (Vatertag) stattfindet. An dem Turnier wurde oftmals mit zwei Mannschaften teilgenommen und vielfach wurde "das Treppchen" erreicht. Insgesamt fünf Mal holte man den Pokal des Turniersiegers. Inzwischen wird das Fußballturnier vom Jägerzug "Flotte Boschte" organisiert.  

 

Auch am Kegelturnier, dass der Jägerzug "Blüh Auf" organisiert, wird regelmäßig teilgenommen. Das Turnier konnte allerdings lediglich einmal, nämlich 1992, gewonnen werden.

 

Mit dem Silbernen Verdienstkreuz (SVK) wurden folgende Zugmitglieder durch die Bruderschaft geehrt:

 

1990 - Frank Birbaum

1995 - Rolf Knuppertz

1998 - Jürgen Preckel

1999 - Frank Hermann

2004 - Bernd Preckel und Thomas Reibel

 

Zum Schützenfest 2000 wurde das "Outfit" geändert. Die bisherige Uniform hatte ausgedient und wurde durch einen blauen Waffenrock abgelöst. Die bisherigen einfachen Holzgewehre wurden durch (nicht mehr schussfähige) Karabiner ersetzt. Als neue Kopfbedeckung wählte man fortan Pickelhauben, die den "Hemmerder Boschte" ein markantes und unverwechselbares Erscheinungsbild verpassen.   

 

Momentan hat der Zug eine Stärke von 19 aktiven Schützen, davon 9 Gründungsmitglieder.